Devisenhandel

Der Devisenhandel ist ein spezieller Teil des Finanzmarktes, der als Foreign Exchange Market, oft auch als Forex, bezeichnet wird. Im engeren Sinn sind Devisen Guthaben, die bei einer ausländischen Bank in deren Landeswährung (Fremdwährung) angelegt sind. Münzen und Geldscheine in bar sind keine Devisen.

Im internationalen Warenhandel wird mit Zahlungsmitteln in verschiedensten Währungen gekauft und verkauft, das heißt mit Devisen, die die beteiligten Banken halten. Devisen selbst werden in der Regel zwischen Banken im Interbankenhandel bewegt. Dabei geht es um sogenanntes Buchgeld, das auf elektronischem Wege die Seiten wechselt.

Fast alle Währungen können als Devisen frei gehandelt werden. Dieser Handel ist einer der größten Umsatzsektoren auf dem Weltmarkt und gilt als sehr lukrativ. Die wichtigsten Handelsagenten sind neben den Zentralbanken normale Geschäftsbanken, Investmentbanken, internationale Konzerne und vermehrt private Devisenhändler.

Die Hauptumsätze im Devisenhandel werden jedoch in einigen wenigen Währungen generiert. Die vier meist gehandelten Währungen sind der US-Dollar, der Euro, das Britische Pfund und der Japanische Yen. Da immer nur zwei Währungen gegeneinander gehandelt werden können, spricht man von Währungspaaren, die gekauft oder verkauft werden. Dollar/Euro ist das meist gehandelte Währungspaar. Der Dollar als Weltwährung beziehungsweise Reservewährung spielt im Devisenhandel die dominierende Rolle, an zweiter Stelle steht der Euro.

Das Floating der Devisenkurse, das einen gewinnbringenden Handel erst ermöglicht, wird zum Problem, wenn durch diesen Handel die Kursschwankungen zu groß werden, denn der übrige Handel auf den globalen Märkten bevorzugt relativ stabile Devisenkurse als Sicherheit. Deshalb greifen die Zentralbanken in gewisser Regelmäßigkeit in den Devisenhandel ein, um gezielt Kurse zu stabilisieren oder in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Innerhalb der Bankenwelt werden Devisen mittels elektronischer Handelsplattformen in großem Umfang gehandelt. Im Zuge der weitgehenden Computerisierung der Bankgeschäfte bieten große Banken auch für private Devisenhändler ihre Dienste durch ihre Forex-Broker an. In Verbindung mit spezieller Handelssoftware kann so vom heimischen Computer aus privat mit Devisen gehandelt werden.